Über unsere Produkte

Bonsche

Bonsche heißen bei uns die harten Bonbons zum Lutschen. Das ist der Hamburger Ausdruck für Bonbons. Woanders werden sie Bolchen, Bollo, Klömpkes, Gudsje , Guzzi , Gutsle, Zuckerl oder Zückerli genannt. Der Oberbegriff für diese Art harter Lutschbonbons ist Hartkaramell. Die spezielle Art unserer Bonbons, bei der Muster in den Bonbon eingearbeitet werden, nennt sich Rocks.

In traditioneller Weise werden in reiner Handarbbeit die Motive der Bonbons zusammengesetzt

Wir lösen zunächst unseren guten Bio-Zucker in einen großen Kessel mit Wasser auf, geben Glukosesirup hinzu und kochen die Masse, bis das Wasser fast vollständig verdampft ist. Diese über 150⁰ heiße Masse wird auf einen Kühltisch gegossen, wo sie abgekühlt und dabei geteilt wird. Die unterschiedlichen Aromen, Säuren sowie Farben werden hinzugefügt und sorgsam untergeknetet. Einige Teile werden dann über einen großen Wandhaken gezogen. Dabei entstehen feine Luftfäden,  die die Bonbonmasse hell färben und porös machen. Jetzt werden die unterschiedlichen Teile nach einem ausgeklügelten Bauplan zu einem großen Bonbon zusammengesetzt, der dann zu einem Kegel geformt wird. Daraus werden wiederum fingerdicke Rollen gezogen. Wenn diese ein wenig abgekühlt und hart geworden sind, können sie in die fertigen Bonbons gehackt werden. An den glatten Bruchkanten ist jetzt in Klein das Motiv zu erkennen, das wir in Groß zusammengesetzt haben.

Die fertigen Bonbons haben einen Durchmesser von ca. 10mm und wiegen jeweils knapp 2 Gramm.

Der ganze faszinierende Herstellungsprozess lässt sich aber nur schwer in Worte fassen. Der wirkliche Zauber entsteht vor Ort in unserer Bonbonwerkstatt, untermalt von dem Duft der Aromen. Kommen Sie doch einfach vorbei und sehen uns zu, am besten zu unserer täglichen Schauproduktion . Aber auch zu anderen Zeiten wird bei uns produziert, so dass jeder Besuch bei uns ein Erlebnis wird.

Fudge

Unser Fudge ist ein spezielles Karamellkonfekt aus unraffiniertem Bio-Rohrohrzucker, Bio-Glukosesirup, frischer Bio-Sahne sowie weiteren feinen Zutaten. Nach dem Kochen wird die Masse mit einem großen Holzlöffel geschlagen, dadurch erhält der Fudge seine zart-mürbe Konsistenz und wird zu einer süßen Verführung mit erheblichem Suchtfaktor.

Der Fudge wird nach dem Kochen geschlagen

Fudge ist in Deutschland noch recht unbekannt, während er in anderen Ländern, vor allem in Großbritannien und Nordamerika, in unterschiedlichen Varianten (und Qualitäten) sehr populär ist. Statt frischer Sahne wird oft Milchpulver und Kondensmilch oder Butter verwendet.

Der erste Fudge soll Ende des 19. Jahrhunderts in Nordamerika hergestellt worden sein. Der Legende nach handelte es sich um ein misslungenes (engl.: to fudge = verpfuschen) Toffee-Experiment.

Gebrannte Nüsse

Ergänzt wird unser Sortiment durch unsere gebrannten Nüsse und Mandeln. Auch hier machen wir keine Kompromisse: Wir verwenden nur die besten Nussorten, nehmen ungewöhnlich wenig von unserem Bio-Rohrohrzucker und „brennen“ die Nüsse in unserem Kupferkessel so, dass der Zucker zu einer zarten  Karamellschicht schmilzt. Den Unterschied schmeckt man sofort: Ein zarter „Biss“ und voller Nussgeschmack, der mit der dezenten Karamellsüße des Zuckers harmoniert.

Die Nüsse werden im Kupferkessel gebrannt

Präsente

Geschenke sollen beiden Spaß machen: Dem Beschenken und dem, der verschenkt. Wenn Ihnen also unsere Bonbons Spaß machen, dann teilen Sie doch Ihre Freude und lassen andere daran teilhaben. Gerne machen wir Ihre im Laden gekauften Bonbons mit einer bunten Schleife als Geschenk zurecht. Natürlich haben wir auch eine Auswahl an Präsentpaketen für verschiedenste Anlässe.

 

Hochzeitspräsente

Für Hochzeiten oder andere private Feiern fertigen wir gerne sowohl kleine Bonbongeschenke als Mitbringsel oder als Platzkarte, genauso wie die Füllung Ihrer Hochzeits-Candy-Bar. Mit Motto-Bonbons aus unserem Sortiment (z.B. Herzbonsche, den Hafenbonsche mit dem Anker, Glücksklee oder „Danke“ Bonsche), mit unseren „Hochzeitsbonsche“ und mit unseren „Initialen-Bonsche“  können Sie sich Ihre ganz individuelle Mischung herstellen lassen.

Persönliche Etiketten und bunte Schleifen machen das individuelle Präsent perfekt. Und über die Art der Verpackung und die Füllmenge passen wir die Geschenke ganz Ihrem Budget an.

Mit den Initialen des Brautpaares machen die Mischung ganz individuell:

Apfel (grün)  Brombeere (lila)  Cola (lila-gelb)  Maracuja (gelborange)  Erdbeere (rot)  Heidelbeer-Vanille  Schwarze Johannisbeere (violett)  Kirsche (rot)  Limette (grün)  Mango (gelborange)  Grapefruit (gelborange)  Pfirsich (gelborange)  Rhabarber (rot)  Saftorange (orange)  Traube (grün)  Kirsch-Vanille (lila) 

Unsere Hochzeits Bonsche mit einem roten Herz in einem schwarzen Anker (Treue und Liebe!) und unsere Herz Mischung mit vier verschiedenen Herzen: rot-rosa-weiß (Erdbeer-Vanille), gelb-grün (Maracuja-Limette), dunkelrot-weiß (Granatapfel) und orange-rosa (Orange-Rose) vervollständigen unser spezielles Angebot für Hochzeitspaare:

Hochzeitsbonsche   

 

Ein eigener Bonbon mit Ihren Initialen oder sogar den kompletten Vornamen, in den ganz speziellen Farbtönen und selbst ausgewählten Farben ist natürlich noch einmal eine Steigerung. Allerdings ist es notwendig, immer eine größere Menge Bonbons (je nach Motiv ca. 5-10kg) von einer Sorte zu produzieren. Bitte sprechen Sie uns an, gerne erläutern Ihnen, was möglich ist und machen Ihnen ein Angebot.

Vielleicht hat sogar die Braut oder der Bräutigam Lust, zusammen mit Freundinnen und Freunden die Hochzeitsbonsche selber herzustellen? Dann ist ein Bonscheevent genau das Richtige!

 

Firmenpräsente und Giveaways

 

Wenn Sie für Ihr Unternehmen auf der Suche nach besonderen Präsenten sind, sprechen Sie uns an! Wir fertigen für Sie ein ganz persönliches Präsent. Individuell auf den Kunden zugeschnitten, mit den besten Zutaten perfekt umgesetzt – dies kann Ihre Firmenbotschaft sein, wenn Sie unsere Bonbons für Ihre Unternehmenskommunikation nutzen.

 

Ob als kleines „Giveaway“ auf Messen oder als hochwertiges Präsent für VIP Kunden, ob Bonbons aus unserem Sortiment oder individuell angefertigte Bonbons mit Ihrem Firmenlogo, vom Einzelstück bis zur Auflage von mehreren Tausend. Und auch bei der individuellen Etikettierung und dem Versand lassen wir Sie nicht allein. Wir freuen uns über Ihre Anfrage. Selbstverständlich ist bei Firmenbestellung die Zahlung auf Rechnung möglich.

Die einen nennen es noch „Betthupferl“, die anderen „Treatment“: Spitzenhotels legen gerne kleine süße Aufmerksamkeiten auf die Zimmer. Lassen Sie Ihre Gäste spüren, dass Sie sich auch dabei nicht mit dem gewöhnlichen zufrieden geben.

Zutaten

Produkte in guter Qualität herzustellen fängt ganz einfach an: Man nehme nur die allerbesten Zutaten! Im Bonscheladen verarbeiten wir ausschließlich Bio-Rohrzucker und Bio-Glukosesirup. Beides ist verglichen mit konventionellen Produkten sehr teuer. Aber nur so können wir sicherstellen, dass bei der Produktion die Umwelt nicht zu stark belastet wird, dass keine gentechnisch veränderten Stoffe verarbeitet werden und dass wir die bestmöglichen Rohstoffe zur Verfügung haben.

Unsere Farbstoffe sind alle pflanzlichen Ursprungs. Kürzlich haben wir sogar einen blauen Farbstoff erhalten, der pflanzlichen Ursprungs ist (er wird aus der Süßwasseralge Spirulina hergestellt) und unsere besonderen Ansprüche erfüllt. Azo-Farbstoffe, die u.U. die Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen können, verwenden wir grundsätzlich nicht. Wir finden, dass es uns trotzdem gelingt, unsere Bonbons in einer bunten Farbenvielfalt zu gestalten.

Bei den übrigen Zutaten lassen wir uns ebenfalls nicht vom Preis leiten. Wichtig ist, dass die Aromen in unseren Bonbons einen guten, intensiven Geschmack entfalten. Bei den Temperaturen, denen die Aromen bei der Herstellung ausgesetzt sind, ist dies eine hohe Anforderung, denen einige natürlichen Aromen nicht gewachsen sind. In diesen Fällen greifen wir auf sogenannte naturidentische Aromen zurück.

Allerdings sind es hauptsächlich diese Aromen, die uns eine Bio-Zertifizierung nach der EU Öko-Verordnung unmöglich machen. Das ist schade, aber wir glauben, dass die Qualität und der Geschmack unserer Produkte wichtiger sind als ein Zertifikat.

Neben der Süße des Zuckers und den Aromen sind Fruchtsäuren der dritte Bestandteil unserer Bonbons, mit dem wir den Geschmack beeinflussen. Überwiegend verwenden wir Zitronensäure, wobei wir nur europäische Ware einsetzen (hier ist der Einsatz von transgenen Pilzeenzymen zu diesem Zwecke verboten), auch wenn diese deutlich teurer ist. Außerdem verwenden wir in einigen Sorten Apfel- oder Weinsäure, die noch einen anderen Geschmacks- und Sauereffekt bieten.

Ernährungseinschränkungen

Bis auf unseren Fudge (den wir aus Überzeugung mit frischer Bio-Sahne herstellen) und einige Sahnebonsche sind alle Bonbons frei von tierischen Zutaten. Auch Gelatine hat natürlich bei uns nichts zu suchen. Der überwiegende Teil unserer Produkte ist also auch für Menschen mit Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit) geeignet sowie für Veganer und andere Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen gänzlich oder teilweise auf tierische Produkte verzichten wollen.

Sofern in unseren Bonbons Allergene enthalten sind, ist dies auf den Verpackungen kenntlich gemacht. Grundsätzlich versuchen wir, die Allergenbelastung möglichst niedrig zu halten. Da wir in unserem Betrieb unseren Fudge mit Sahne, Nüssen und zum Teil auch mit Keksen herstellen, können wir nicht ausschließen, dass minimale Spuren von Milchprodukten, Schalenfrüchten und Weizen auch in unseren anderen Produkten enthalten sein können. Erdnüsse verarbeiten wir überhaupt nicht.

Der von uns verwendete Bio-Glukosesirup wird zwar aus Weizenstärke hergestellt, ist aber nach den geltenden Bestimmungen nicht als Allergen kennzeichnungspflichtig, da im Rahmen des Herstellungsprozesses die glutenhaltigen Eiweißbestandteile vollständig zu Aminosäuren abgebaut werden. Nach allen vorliegenden Erkenntnissen können daher auch Menschen mit Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) problemlos unsere Bonbons genießen.

Unseren Bonbons wird kein Fruchtzucker zugesetzt, auch die Zutaten enthalten keinen Fruchtzucker. Allerdings ist es ein normaler chemischer Prozess, dass beim Kochen des Zuckers ein Teil der Saccharose in Monosaccharide (Frucht- und Traubenzucker) umgewandelt wird.

Für Diabetiker stellen wir eine kleine Auswahl an Bonbons her, die keinen Kristallzucker (Saccharose) enthalten. Stattdessen verwenden wir den Zuckeraustauschstoff Isomalt, ein aus Zuckerrüben hergestellter Zuckeralkohol, der vom Körper nicht aufgenommen, daher praktisch ohne Nährwert und für Diabetiker geeignet ist. Isomalt kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken. Er ist nur etwa halb so süß wie Saccharose, wir verwenden aber dennoch keinen Süßstoff oder Stevia. Daher schmecken diese Bonbons weniger süß als unsere anderen Bonsche.

Alternativ zu Isomalt wird mittlerweile oft Birkenzucker (Xylitol bzw. Xylit) verwendet. Diesem werden positive gesundheitliche Wirkungen nachgesagt, allerdings hat dieser einen deutlichen kühlenden Beigeschmack, ähnlich wie Menthol. Da wir auf keinen Fall möchten, dass der Geschmack unserer Bonbons beeinträchtigt wird, verzichten wir auf dessen Verwendung. Stevia (das ebenfalls einen bitteren, manchmal lakritzigen Eigengeschmack hat) verwenden wir ebenfalls nicht, zumal wir keinen Grund sehen, unsere Bonbons süßer zu machen.

 Gesundheit

Da helfen auch die besten Zutaten nichts: Bonbons sind kein gesundes Lebensmittel! Daran ändert auch nichts, wenn die Bonbons das Bio-Siegel haben, zuckerreduziert sind oder ob ihnen Vitamine oder „Wachmacher“ beigefügt sind. Bonbons sind ein reines Genussmittel – und das soll unserer Meinung auch so sein!

Unsere Bonbons wiegen durchschnittlich ca. 1,8 – 2 Gramm und enthalten ca. 7 kcal pro Stück. (Zum Vergleich: Ein Glas Limonade oder eine Portion Kartoffeln enthalten etwa so viele Kalorien wie 20 von unseren Bonbons.)

Wer für seine (körperliche und seelische) Gesundheit und die seiner Kinder etwas Gutes tun will und sich trotzdem ohne schlechtes Gewissen ein paar Bonsche gönnen möchte, sollte ein paar ganz einfache Regeln beachten.

  • Gesunde und ausgewogene Ernährung und regelmäßige körperliche Betätigung sind die wichtigste Grundlage für den Erhalt der Gesundheit.

  • Regelmäßiges gründliches Zähneputzen ist eine Selbstverständlichkeit. Gönnen Sie sich (und ggfs. Ihrem Kind) darüber hinaus öfter am Tag einfach ein Glas Mineral- oder Leitungswasser: Das tut dem Körper gut, erfrischt und schützt die Zähne!

  • Vermeiden Sie vor allem den „versteckten“ Zucker: Energy-Drinks, Limonaden, Fruchtyoghurts und Milchmixgetränke enthalten bis zu einem Drittel Zucker, selbst mit Steaksaucen, Fertigmenüs und Tütensuppen nehmen Sie oft unbewusst mehr Zucker zu sich als mit einigen Bonbons.

  • Kleinstkinder unter 2-3 Jahren sollten noch keine Bonbons essen. Sie sind meist mit einem Brötchen oder einem Stückchen Obst genauso zufrieden. Außerdem könnten sie sich an den Bonbons verschlucken.

  • Unsere Bonbons sind etwas Besonderes – genießen Sie sie auch so. Uns ist es lieber, wenn viele Menschen jeweils nur wenige Bonbons essen, als Wenige ganz viele.

Verpackungs- und Aufbewahrungshinweise

Bonbons bestehen fast ausschließlich aus Zucker und sind daher sehr stark wasseranziehend (hygroskopisch). Selbst bei normaler Luftfeuchtigkeit ziehen sie die Feuchtigkeit aus der Umgebung und werden dadurch klebrig. Sie können die Bonbons davor schützen, indem Sie einige Hinweise beachten:

  • Bitte achten Sie unbedingt darauf, dass die Bonbons nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen und die Gefäße immer wieder gut verschlossen werden. Je besser der Luftabschluss ist, desto weniger Feuchtigkeit können die Bonbons aufnehmen. Bitte bewahren Sie die Bonbons nicht in feuchten Räumen (wie z.B. Küche, Keller oder Schlafräume) oder im Kühlschrank auf, aber schützen Sie die Bonbons auch vor Wärme, starken Temperaturschwankungen oder direkter Sonneneinstrahlung.

  • In luftdicht verschlossenen Behältern wie Gläsern oder Kunststoffdosen sind die Bonbons am besten aufgehoben. Wenn Sie die Bonbons aus Tüten in solche Behälter umfüllen, achten Sie darauf, dass dies nicht bei hoher Umgebungsfeuchtigkeit gemacht wird, dass die Gefäße möglichst voll gefüllt und gut verschlossen werden und natürlich darauf, dass die Gefäße vollständig sauber und trocken sind. Metalldosen sind nicht gut geeignet. Auf keinen Fall sollten die Bonbons in Beutel aus Papier oder Zellophan oder gar in offenen Behältern aufbewahrt werden.

Unsere Verpackungen sollen die Feuchtigkeit der Umgebungsluft fernhalten, gut aussehen und die bunten Bonbons möglichst gut zur Geltung bringen. Am besten aufgehoben sind die Bonbons in den absolut luftdicht verschlossenen Gläsern, hier können die Bonbons problemlos über ein Jahr aufbewahrt werden. Unsere Beutel sind aus besonders starker OPP Folie hergestellt, hier kann die Umgebungsfeuchtigkeit nur sehr langsam durchdringen, dennoch ist die Haltbarkeit geringer als in den Gläsern (ca. 6 Monate). Allerdings betreffen diese Fristen nur das äußere Erscheinungsbild der Bonbons. Bonbons sind kein verderbliches Nahrungsmittel, Sie können sie also völlig bedenkenlos auch weit nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums verzehren.

Leider sind Verpackungsmittel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Papier oder Zellophan für Bonbons nicht geeignet. Immerhin sind die von uns verwendeten Folienbeutel aus Polypropylen gut recycelbar. Auch bei den Glasverpackungen bauen wir darauf, dass unsere Kunden diese korrekt entsorgen, damit sie dem Recycling zugeführt werden können, oder wiederverwenden. Ein Pfandsystem wäre für uns organisatorisch nicht umsetzbar. Natürlich können Sie aber gerne Ihr leeres Bonbonglas (oder ihr eigenes Glas) bei uns auffüllen und zahlen dann natürlich nur für den Inhalt.

Bonbon-Geschichte

Weil Zucker ein extrem guter Energieträger ist, ist dieser bei den Menschen (wie auch bei den Tieren) sehr beliebt. Dies haben wir alle schon im wahrsten Sinne mit der Muttermilch eingesogen, und die Menschen waren schon seit tausenden von Jahren bestrebt, sich ihr Leben zu versüßen. Wenn die süßen Früchte nicht mehr ausreichten, dann wurde der Honig aus den Bienenstöcken genommen. In Ägypten fand man als Grabbeigaben Reste von auf Stöcke gespießten Früchten, die mit Honig überzogen waren– erste Vorläufer von Lollies. Nachdem im 7.Jahrhundert in Arabien die Herstellung von Zucker aus Zuckerrohrsaft erfunden worden war, wurden hier die ersten Bonbons mit Fruchtsäften gemacht (genannt „Fanid Chsai“).

In Europa blieb Zucker noch längere Zeit unbekannt. Später wurde er mit großem Aufwand aus Asien importiert und war daher für die meisten Menschen unerschwinglich.

Die Herstellung von künstlerischen Zuckerskulpturen (mehr noch als seine Verwendung in der Küche) an den Höfen im 17. Und 18. Jahrhundert war Ausdruck reiner Verschwendungssucht. Die Zuckerbäcker gehörten damals zu den begehrtesten und bestbezahlten Handwerkern an den Herrscherhäusern. Der Legende nach ließ König Henry IV. im Jahre 1572 zu seiner Hochzeit Zuckerwaren an das Volk verteilen. Dabei riefen die Kinder (die so etwas nie zuvor gegessen hatten) „Bon!“ („Gut!“) und als Steigerung „Bon Bon!“. So soll der Begriff „Bonbon“ entstanden sein.

Mit der Entwicklung der Kolonien und dem Anbau von Rohrzucker in der Karibik wurde Zuckerr immer billiger. Daher konnten ihn sich immer breitere Schichten leisten, und viele Konditoren stellten Bonbons in Handarbeit her. Mit den Napoleonischen Kriegen Anfang des 19.Jahrhunderts und der durch die Briten verhängten Kontinentalsperre versiegte in Deutschland plötzlich der Zugang zu den Importen, eben auch von Zucker. Dies verhalf der Herstellung von Rübenzucker (das Verfahren wurde Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland entwickelt) zu einem ersten Aufschwung. Ab 1841 wurden in Deutschland erstmals Bonbons industriell hergestellt. Der Erfolg war auch darauf zurück zu führen, dass wegen der schlechten Lebensbedingungen der meisten Menschen in den Städten Atemwegserkrankungen weit verbreitet und die Kräuterbonbons eine Möglichkeit waren, die bitteren Heilkräuter auf angenehme Weise einzunehmen. Da die Bonbons einzeln verkauft wurden, war dies im wahrsten Sinne des Wortes ein Pfennig-Produkt – die ersten Dinge, die sich auch Kinder aus den ärmeren Schichten zu ihrem Vergnügen von ihrem eigenen Geld kaufen konnten.

Gegen die industrielle Produktion konnten sich auf Dauer nur noch wenige Hersteller behaupten. Meistens waren dies Konditoren, die Bonbons quasi nebenbei mit Kessel, Bonbonpresse und Dragiertrommel herstellten. Mehr als in Deutschland konnten sich in anderen Ländern Bonbonwerkstätten halten, wenn sie in die Bonbons kunstvolle Muster und Symbole einarbeiteten. Weil dazu die Bonbonmasse länger warm gehalten werden musste, setze sich eine Technik durch, bei der die heiße Zuckermasse aus dem Kessel zum Abkühlen auf eine große Steinplatte gegossen wurde. Diese Platte nimmt die Hitze auf und kann die Zuckermasse warmhalten, während die Muster eingearbeitet werden. Wegen der Verwendung der Steinplatten (englisch „rock“) wird diese Bonbonart als Rocks-Bonbons bezeichnet.

Allerdings dauert es Stunden, bis eine solche Steinplatte wieder soweit abgekühlt ist, dass der nächste Satz Bonbons bearbeitet werden kann. Wir kühlen daher auf einem Stahltisch und halten die Zuckerteile beim Bau der Muster auf einer Wärmeplatte warm. Dennoch werden natürlich auch unsere Bonsche als Rocks-Bonbons bezeichnet.